Bei Stützkow:

8000 Störe in die Oder ausgesetzt

Die lange Zeit ausgelöschten Fische sollen schrittweise wieder in Ostsee-Zuflüssen angesiedelt werden.

Die Jungtiere wachsen im NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle nahe Angermünde auf.
Patrick Pleul Die Jungtiere wachsen im NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle nahe Angermünde auf.

Aus ihrem Brutbecken sind 8000 kleine Störe am Freitag in die Oder bei Stützkow (Uckermark) ausgesetzt worden. Die etwa handgroßen Fische waren als Larven in das NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle in Angermünde (Uckermark) gekommen, wo sie drei Monate lang aufwendig gepflegt wurden, hieß es in einer Mitteilung. Sie seien mit sauerstoffreichem Wasser versorgt sowie mit Krebsen und Mückenlarven gefüttert worden. Störe sind Wanderfische.

Naturschützer engagieren sich seit Jahren, den Baltischen und den Europäischen Stör wieder in Ostsee-Zuflüssen anzusiedeln. Wenn alles gut gehe, werden die jetzt ausgesetzten Jungfische in den nächsten Monaten in die Ostsee wandern, um vielleicht in 15 Jahren zurückzukehren und hier neuen Nachwuchs zu zeugen, sagte Olaf Tschimpke, Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Bereits vor wenigen Wochen waren 7000 junge Störe in die Oder ausgewildert worden.

Störe können bis zu 100 Jahre alt werden. Überfischung, schmutzige Gewässer und verbaute Flüsse setzten den Tieren in den vergangenen Jahren stark zu. Dadurch wurden die einst reichen Fischbestände in Deutschland schon Mitte des 20. Jahrhunderts ausgelöscht.

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