Gefahrgutlaster verunglückt:

A 10 bleibt vorerst gesperrt

Ein Gefahrgut-Transporter geriet bei einem Unfall am Dienstag in Brand, Chemikalien liefen aus. Unklar ist, ob deshalb der Straßenbelag ausgetauscht werden muss. Bis mindestens Mittwochnachmittag wird der Verkehr umgeleitet.

Die Reste des ausgebrannten Gefahrgut-Lkw werden geborgen.
Ralf Hirschberger Die Reste des ausgebrannten Gefahrgut-Lkw werden geborgen.

Einen Tag nach dem Unfall eines Gefahrgut-Transporters bleibt der südliche Berliner Ring bis mindestens zum frühen Mittwochnachmittag gesperrt. Die Bergung des Lasters in der Nähe des Autobahndreiecks Nuthetal mit einem Kran dauerte an, wie die Polizei mitteilte. Der Unfall ist ersten Erkenntnissen zufolge vermutlich durch einen Reifenplatzer verursacht worden. Der Lastwagen war am Dienstag in den Gegenverkehr geraten, umgekippt und fing Feuer. Im Laufe des Tages werde entschieden, ob der Straßenbelag erneuert werden muss, hieß es am Mittwoch. Die Oberfläche sei durch die Hitze des Feuers und möglicherweise durch ausgelaufene Chemikalien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Der Verkehr auf der A10 wird ab dem Autobahndreieck Nuthetal und ab der Anschlussstelle Ludwigsfelde Ost um den Unfallort herumgeleitet. Der Laster hatte 2,6 Tonnen verschiedener ätzender Flüssigkeiten geladen. Nach dem Unfall seien drei verschiedene Stoffe ausgetreten, die sich durch das Feuer in eine zähe Masse verwandelt hätten, teilte der Landkreis Potsdam-Mittelmark mit. Einsatzkräfte hätten am Dienstag zum Schutz vor der giftigen Mischung Atemmasken und Schutzanzüge getragen. Um den Unfallort sei bis nach der Bergung der Chemikalien ein Sperrkreis errichtet worden. Etwa 70 Polizisten und Feuerwehrleute aus Berlin und Brandenburg mussten am Dienstag kurzzeitig ins Krankenhaus; vorsorglich, weil sie giftige Gase oder Säuren eingeatmet haben könnten. Inzwischen seien die Einsatzkräfte entlassen, weitere Verletzte gab es nicht.