Eröffnung zum Frühlingsanfang:

Ab März können Besucher neues Klostermuseum sehen

Die Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab in Neuzelle sind weltberühmt. Nach einer Restaurierung erstrahlen sie endlich in prächtigem Glanz.

Restauratorin Mechthild Noll-Minor freut die vollbrachte Arbeit am Bild „Garten mit Judaskuss“.
Patrick Pleul Restauratorin Mechthild Noll-Minor freut die vollbrachte Arbeit am Bild „Garten mit Judaskuss“.

Nach jahrelanger Restaurierung sind Szenen der Passionsdarstellungen vom Heiligen Grab des Klosters Neuzelle (Oder-Spree) wieder zu sehen. Am 20. März werde das Museum „Himmlisches Theater“ offiziell eröffnet, hieß es am Donnerstag bei einer Pressevorbesichtigung. Nur einen Tag später sei es für Publikum zugänglich. Das Museum entstand in den vergangenen Jahren in einem ehemaligen Pferdestall und in einem unterirdischen Neubau. Dort werden die
Szenen „Judaskuss“ und „Kreuztragung“ mit 86 Figuren und Tafeln als monumentales barockes Kulissentheater
aufgebaut.

Das um 1750 entstandene Kunstwerk gehört zur Ausstattung des Klosters. Insgesamt 220 Einzelteile werden präsentiert. Sie blieben von den ursprünglich 240 Figuren und Tafeln erhalten. Europaweit gelten die 15 Szenen in fünf Bühnenbildern als einzigartig. Es handelt sich um bis zu sieben Meter hohe Figuren, Figurengruppen und Kulissen. Sie illustrieren die biblischen Ereignisse von Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi.

Die Klosteranlage wurde 1268 gegründet. Im Jahre 1815 fiel die Niederlausitz an Preußen, das Kloster wurde daraufhin säkularisiert. Nach der Wende wurde eine öffentliche Stiftung gegründet. Heute ist die Anlage wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

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