Brandenburg ist zweigeteilt:

Abseits von Berlin sorgen leere Wohnungen für günstige Mieten

In Potsdam oder Oranienburg wird Wohnen immer teurer. In der Uckermark oder in der Prignitz sieht es dagegen anders aus.

Vor allem in den östlichen Teilen Brandenburgs ist es leicht, eine freie Unterkunft zu finden.
Ralf Hirschberger Vor allem in den östlichen Teilen Brandenburgs ist es leicht, eine freie Unterkunft zu finden.

Während im Speckgürtel rund um Berlin die Mietpreise explodieren, bleiben in der Brandenburger Provinz immer mehr Wohnungen ungenutzt. Das geht aus einer Antwort des Infrastrukturministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion hervor. Danach ist der Wohnungsleerstand in Ostbrandenburg am höchsten: In Forst und Guben (Spree-Neiße) waren zuletzt 15,4 beziehungsweise 14,0 Prozent der Mietwohnungen frei. Aber auch in Wittenberge (Prignitz) (14,7 Prozent) oder Lauchhammer in Südbrandenburg (11,6 Prozent) stehen viele Wohnungen leer.

Der Vorteil der Entwicklung sind niedrige Mietpreise: In Lauchhammer etwa lag die Vergleichsmiete 2013 bei 4,70 Euro pro Quadratmeter, in Pritzwalk bei 4,44 Euro und in Bad Liebenwerda bei 4,40 Euro. In Strausberg, Kleinmachnow und Teltow nahe dem Berliner Stadtrand mussten Mieter dagegen über 6,30 Euro pro Quadratmeter zahlen – Tendenz steigend.

Um dem Trend zur Verteuerung auf dem Wohnungsmarkt im Speckgürtel etwas entgegenzusetzen, hatte die rot-rote Landesregierung eine Mietpreisbremse für das Berliner Umland beschlossen. Sie gilt seit September für 30 Städte und Gemeinden. Dort wird die Möglichkeit zur Erhöhung auf 15 statt 20 Prozent innerhalb von drei Jahren begrenzt. Mit einem Gutachten hatte die Landesregierung die Kommunen ermittelt, in denen zu wenig günstiger Wohnraum vorhanden ist. Dazu gehören Kommunen wie Potsdam, Oranienburg oder Falkensee.

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