Abgeordnetenhauswahl in Berlin:

AfD erwartet zweistelliges Ergebnis

Die Berliner AfD gibt sich sieben Wochen vor der Wahl optimistisch. Über die künftige Rolle der möglichen Abgeordneten im Parlament macht man sich aber keine Illusionen.

Georg Pazderski und Beatrix von Storch sind beide Vorsitzende des Berliner Landesverbands der AfD.
Jörg Carstensen Georg Pazderski und Beatrix von Storch sind beide Vorsitzende des Berliner Landesverbands der AfD.

Die Berliner AfD setzt in ihrem Wahlkampf für die Abgeordnetenhauswahl am 18. September vor allem auf das Thema Sicherheit und Polizei. Damit will die Partei mindestens eine zweistellige Prozentzahl der Wählerstimmen holen, wie der Landesvorsitzende Georg Pazderski am Donnerstag sagte. Umfragen sehen sie schon länger in dieser Größenordnung. Für ihre Kampagne will die AfD 500 000 Euro ausgeben. Im Wahlkampf soll auch die umstrittene Landesvorsitzende Beatrix von Storch auftreten.

Die künftige Rolle einer AfD-Fraktion sei klar, sagte Pazderski: „Wir werden ins Abgeordnetenhaus einziehen und wir werden auf die Oppositionsbänke einziehen.“ Aus Sicht der AfD sei keine der „Kartell-Parteien“ koalitionsfähig, fügte er mit Blick auf SPD, CDU, Grüne und Linke hinzu. Allein die Präsenz der AfD werde die etablierten Parteien aber zu Kursänderungen bringen, meinte er.

Kandidatur für Bundestag möglich

Ins Stottern geriet Pazderski, als er erklären sollte, warum die AfD ihr Wahlprogramm ins Russische und Polnische übersetzte, aber nicht ins Türkische und Arabische. Von türkischen und arabischen Einwanderern erwarte er Integration und dass sie Deutsch sprechen, meinte er. Auf Nachfragen sagte er, die Erwartung habe er auch an die Russlanddeutschen, die könnten aber alle Deutsch. Das Programm habe man trotzdem übersetzt, es gebe 200.000 Wähler in Berlin dieser Gruppe.

Pazderski schloss nicht aus, dass er das Berliner Abgeordnetenhaus schon in einem Jahr wieder verlässt und 2017 für den Bundestag kandidiert. Zum Streit im AfD-Bundesvorstand sagte Pazderski, er erwarte Professionalität und das Zurückstellen persönlicher Befindlichkeiten.

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