Zwei Posten zu besetzen:

Agrarministerium sucht qualifizierte Bibermanager

Vor allem in Odernähe sorgen die großen Nagetiere immer wieder für Schäden. Ihrer Wühlerei sollen bald Experten zu Leibe rücken.

Biber sind niedlich anzuschauen, aber in Hochwassergebieten zerstören sie oft Deiche und Dämme.
Patrick Pleul Biber sind niedlich anzuschauen, aber in Hochwassergebieten zerstören sie oft Deiche und Dämme.

Brandenburg will befristet zwei Bibermanager einstellen. Sie sollen sich vor allem um die Vermeidung und Beseitigung von Schäden kümmern, die die unter Schutz stehenden Tiere anrichten. Die Stellen seien im Internet ausgeschrieben, sagte der Abteilungsleiter für Wasser- und Bodenschutz im Agrarministerium, Kurt Augustin, am Dienstag. In Brandenburg leben mittlerweile gut 3000 Biber, ein Drittel des Gesamtbestandes in Deutschland. Zu Wendezeiten vor einem Vierteljahrhundert waren sie fast ausgerottet.

Seit 1. Mai gilt in Brandenburg eine Verordnung, die in Ausnahmefällen den Abschuss von Bibern erlaubt. Aber bevor es zum Äußersten kommt, sollen Tiere, die Schäden verursachen, eingefangen und umgesiedelt werden. Biber machen sich immer wieder auch an Deichen und Dämmen zu schaffen. Ihre Bauten stauen mancherorts Gewässer, sodass dort Keller und Felder unter Wasser stehen.

Die Frist für die Einsendung der Bewerbungsunterlagen läuft bis 5. Juni. Die neuen Biberbeauftragten sollen zum 1. Juli ihre Arbeit aufnehmen. Zunächst sind die Stellen auf ein Jahr befristet, mit der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr. Aus dem Landeshaushalt werden etwa 90 000 Euro pro Jahr bereitgestellt.

Gesucht werden Kandidaten mit abgeschlossenem Fachhochschulstudium im Natur- oder Agrarbereich. Sie sollen sich im Naturschutz auskennen und Hauseigentümer, Landnutzer oder Gemeinden beraten können.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung