Nach Kursverfall:

Aktionäre von Studio Babelsberg gehen leer aus

Die Filmproduktionsgesellschaft will 2016 den Handel mit Anteilsscheinen beenden.

Der Handel mit Aktien des Filmstudios soll enden.
Nestor Bachmann Der Handel mit Aktien des Filmstudios soll enden.

Vor dem Hintergrund eines rapide fallenden Aktienkurses zieht sich Studio Babelsberg von der Börse zurück. Das Unternehmen sei zu sehr dem wirtschaftlichen Auf und Ab im Filmgeschäft ausgesetzt, erklärte das Studio am Dienstag in einer Mitteilung an die Investoren. Das Geschäftsmodell unterliege großen Schwankungen, die einzelnen Filmproduktionen seien stark von staatlichen Fördermitteln abhängig.

Außerdem kann die Studio Babelsberg AG aus Vorstandssicht keine nachhaltige Wachstumsstrategie vorweisen und hat in den vergangenen Jahren auch keine Dividende ausgezahlt. Der Handel mit Aktien sei nun nur noch bis zum 30. Juni 2016 möglich. Der Vorstand hatte bereits im September den Abschied von der Börse beschlossen, der Aufsichtsrat hatte zugestimmt.

Eine Entschädigung will der Vorstand nicht zahlen, da es dazu keine Verpflichtung gebe. Die Aktionäre könnten aber später außerhalb des organisierten Marktes die Aktien über spezielle Handelshäuser anbieten. Seit Juli war die Babelsberg-Aktie von damals 0,94 auf zuletzt 0,56 Euro gefallen. In den 1912 gegründeten Studios werden unter anderem große Hollywood-Filme sowie zahlreiche Fernsehprojekte produziert.

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