Braunkohlegegner:

Aktivist zu Geldstrafe verurteilt

Pfingsten protestierten sie gegen den Kohle-Abbau und ketteten sich an die Bahngleise. Nun wurde erneut ein Aktivist verurteilt.

Nachdem wegegn Kohle-Gegnern Pfingsten die Leistung eines Kraftwerks gedrosselt werden musste, musste sich erneut ein Aktivist verantworten.
Patrick Pleul Nachdem wegegn Kohle-Gegnern Pfingsten die Leistung eines Kraftwerks gedrosselt werden musste, musste sich erneut ein Aktivist verantworten.

Nach der Blockade von Bahngleisen ist ein Braunkohle-Gegner in Görlitz zu einer Geldstrafe von 1560 Euro verurteilt worden. Der 27-Jährige aus Österreich habe die Versorgung des Kraftwerks Schwarze Pumpe in der Lausitz gestört, wie ein Sprecher des Amtsgerichts Görlitz am Mittwoch erklärte. Das Gericht verurteilte den Umweltaktivisten zu 120 Tagessätzen zu jeweils 13 Euro wegen Störung öffentlicher Betriebe sowie Nötigung. Von einem besonders schweren Fall gingen die Richter nicht aus, vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs wurde der Mann freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es können Rechtsmittel eingelegt werden.

Der Gerichtssprecher sprach von einer relativ "milden Strafe". Es habe noch ein Notgleis für die Versorgung des Braunkohlekraftwerks gegeben, hieß es zur Begründung. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert, die Staatsanwaltschaft 150 Tagessätze.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sich der 27-Jährige Pfingsten an den Protesten gegen den Braunkohle-Abbau in der Lausitz beteiligt und sich dafür an die Bahngleise für den Kohletransport gekettet hatte. Infolgedessen wurde die Kohlezufuhr unterbrochen, vorübergehend musste die Leistung des Kraftwerks gedrosselt werden.

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