Auszeichnung am 10. Oktober:

Alte Brauerei in Babelsberg ist Denkmal des Monats

Viele alte Gewerbegebäude sind architektonisch wertvoll. Es lohnt sich, sie zu erhalten. Doch das kostet sehr viel Geld. In Potsdam gibt es ein Beispiel, wie das gut gelingen kann.

Der Industriebau aus dem 19. Jahrhundert wurde saniert und ist nun von neuen Wohnhäusern umgeben.
Falcon Crest Der Industriebau aus dem 19. Jahrhundert wurde saniert und ist nun von neuen Wohnhäusern umgeben.

Am 10. Oktober ist es so weit: Die kommunale Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg feiert die Alte Brauerei im Potsdamer Stadtteil Babelsberg als Denkmal des Monats Oktober. Bei einer Feier auf dem Grundstück erhalten die Bauträger, die das Gebäudeensemble saniert haben, als Anerkennung eine Urkunde.

Das Denkmal des Monats zeichnet die Arbeitsgemeinschaft schon seit vielen Jahren regelmäßig aus. „In diesem Jahr werden historische Gebäude unter dem Motto ‚Tür an Tür und Haus an Haus – Nachbarschaften in der historischen Stadt‘ gewürdigt“, sagte Kathleen Bierbaß von der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ dem Uckermark Kurier. „Bewerben können sich brandenburgische Städte und Gemeinden, die alte Bauwerke in beispielhafter Weise vor dem Verfall bewahren.“

Altes Gebäude wurde im 19. Jahrhundert gebaut

Das Brauhaus in Babelsberg, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, erhält die Auszeichnung, weil es mithilfe von zwei Baugemeinschaften gelungen ist, die Anlage zu erhalten. Nur durch den Bau zusätzlicher neuer Stadthäuser mit Wohnungen war es möglich, das historische Brauereigebäude denkmalgerecht zu sanieren. In den Altbauten wurden Gemeinschaftsräume eingerichtet, die besonders den Kindern der Bewohner für gemeinsame Aktivitäten dienen.

Vor der Restaurierung waren die alten Industriebauten jahrelang verfallen, sodass ein Abriss lange Zeit als unvermeidlich erschien. 2002 stürzte sogar das denkmalgeschützte Weberhaus auf dem Gelände zusammen.

Erst durch das Sanierungskonzept der Stadtkontor GmbH konnten die Anlagen gerettet werden. Der städtebauliche Schandfleck in Babelsberg verschwand und es entstanden
38 Wohnungen sowie eine tolle Nachbarschaft.

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