Elias und Mohamed:

Anklage gegen mutmaßlichen Kindermörder bald möglich

Ende Oktober gestand ein 32-Jähriger die Morde an dem sechsjährigen aus Potsdam und dem vier Jahre alten Jungen aus Berlin. Der Prozess könnte schon bald beginnen.

In Potsdam und Berlin nahmen zahlreiche Menschen an den Schicksalen der getöteten Jungen Elias und Mohamed teil.
Ralf Hirschberger In Potsdam und Berlin nahmen zahlreiche Menschen an den Schicksalen der getöteten Jungen Elias und Mohamed teil.

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Mohamed (4) aus Berlin und Elias (6) aus Potsdam könnte schon in wenigen Monaten beginnen. "Ich rechne mit einer Anklage im Frühjahr", sagte der Potsdamer Rechtsanwalt Mathias Noll der Deutschen Presse-Agentur. Ein 32-jähriger Mann aus dem brandenburgischen Kaltenborn (Teltow-Fläming) hatte Ende Oktober beide Morde gestanden. Elias war vor einem halben Jahr am 8. Juli von einem Spielplatz im Potsdamer Stadtteil Schlaatz verschwunden, das Flüchtlingskind Mohamed wurde am 1. Oktober vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) entführt.

Der 32-Jährige wird von einem Gutachter auf seine Schuldfähigkeit untersucht. Das Ergebnis liege aber noch nicht vor, sagte Noll. "Mein Mandant hat keine weiteren Aussagen gemacht", betonte der Anwalt. Der 32-Jährige hatte den Ermittlern nach seiner Festnahme erklärt, er habe Mohamed missbraucht und mit einem Gürtel erdrosselt. Zu dem Mord an Elias machte er keine Angaben. Der mutmaßliche Mörder sitzt weiter zum Schutz vor Gewalt von Mitgefangenen in einer Einzelzelle in Brandenburg/Havel in Haft.

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