Mit 16 Jahren zur Fahrschule:

Ansturm auf Führerschein mit 17

Gerade auf dem Land ist ein Führerschein schon sehr früh gefragt. Aber sind junge Fahrer ein besonderes Risiko im Straßenverkehr?

In Begleitung Erwachsener dürfen Jugendliche unter Umständen auch deutlich unter 18 Jahren schon ans Steuer.
Armin Weigel In Begleitung Erwachsener dürfen Jugendliche unter Umständen auch deutlich unter 18 Jahren schon ans Steuer.

Der Führerschein mit 17 ist bei den Jugendlichen im Land sehr beliebt: Noch vor Jahresende könne die 50 000. Bescheinigung für das begleitete Fahren mit 17 Jahren ausgestellt werden, teilte Verkehrsminister Jörg Vogelsänger (SPD) mit. Seit dem Start im Jahr 2006 seien jährlich bis zu 8000 Bescheinigungen ausgestellt worden, insgesamt waren es bis August fast 47 000 Führerscheine.

„Verstöße gegen die Regeln sind verschwindend gering“, betonte der Minister. Nur 26 Fahranfängern wurde die Erlaubnis entzogen, weil sie ohne Begleiter oder angetrunken unterwegs waren. „Gerade in den zahlreichen ländlichen Regionen Brandenburgs ist Mobilität natürlich sehr gefragt“, sagte Ministeriumssprecher Lothar Wiegand. Erfreulicherweise sei auch die Zahl der Unfälle bei den jungen Fahrern zwischen 17 und 25 Jahren zurückgegangen. Inklusive Bagatellschäden wie einer Beule sank die Zahl der Unfälle auf zuletzt 10 500 im Jahr 2012. Die Zahl der Verletzten in dieser Altersgruppe sank von 3400 im Jahr 2006 auf 1900 und die der Getöteten im gleichen Zeitraum von 72 auf 31.

Für das begleitete Fahren können Jugendliche bereits mit sechzehneinhalb Jahren in die Fahrschule gehen und ab dem 17. Lebensjahr die Führerscheinprüfung ablegen. Dann können sie in Begleitung eines mindestens 30 Jahre alten Erwachsenen, der seit fünf Jahren den Führerschein besitzt, in ganz Deutschland Autofahren.

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