Störche in Brandenburg:

Auf dem Weg in wärmere Gefilde

Noch ist es sommerlich warm in Brandenburg, doch bevor die Kälte kommt und das Futter rar wird, verlassen die Weißstörche ihre deutsche Heimat.

Die brandenburgischen Störche sammeln sich inzwischen auf den Wiesen für den Heimflug zu ihren Winterquartieren in Afrika. Foto: Patrick Pleul
Patrick Pleul Die brandenburgischen Störche sammeln sich inzwischen auf den Wiesen für den Heimflug zu ihren Winterquartieren in Afrika. Foto: Patrick Pleul

Brandenburgs Weißstörche machen sich wieder auf in Richtung Süden. In Gruppen von bis zu 100 Tieren kreisten die Segelflieger derzeit am Himmel, um zu ihren Winterquartieren in Afrika zu gelangen, sagte Kathleen Awe vom Storchenzentrum Rühstädt in der Prignitz.

Einige Störche seien schon aufgebrochen, andere sammelten sich auf den Wiesen und machten sich zum Abflug bereit. Oft bleiben gerade die älteren Tiere noch etwas länger in Brandenburg, um nach der anstrengenden Jungenaufzucht zu Kräften zu kommen, wie Awe erzählte. „Ende August verlässt uns dann auch der letzte Storch.“

In keinem anderen Bundesland leben laut der letzten offiziellen Zählung so viele Störche wie in Brandenburg. 5393 Tiere - 1367 Horstpaare und 2659 Jungen - waren es im vergangenen Jahr. Hinzu kommen einige Schwarzstörche. Sie sind allerdings sehr selten, eher scheu und damit schwer zählbar.

Die brandenburgischen Weißstörche gehören zu den sogenannten Ostziehern: Sie verlassen die Mark über den Osten und gelangen über den Bosporus nach Afrika. „Etwa drei Wochen sind sie bis nach Nordafrika unterwegs“, sagte Storchenexpertin Awe.  Bis zu 500 Kilometer legen die Störche bei guter Thermik am Tag zurück: Die Segelflieger gleiten gewissermaßen durch die Luft und nutzen die warmen Aufwinde auf ihrem Zug Richtung Süden.

Wenn die Tiere im kommenden Frühling nach Brandenburg zurückkehren, erwarte sie hoffentlich ein besseres Jahr, meinte Awe. Denn im Juli waren Hunderte märkische Jungstörche vor allem in Südbrandenburg an Unterkühlung gestorben. Schuld war der Regen: Das durchnässte Federkleid der Kleinen bot keinen Schutz gegen Nachttemperaturen bis sechs Grad.

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