Identische Nummernschilder:

Autos werden im Ausland illegal geklont

Der Fall eines Fahrers, der von einem komplett gleichen Wagen überholt wurde, könnte sich wiederholen. Denn offenbar ist es eine beliebte Masche im Grenzgebiet, die Identität anderer Autos anzunehmen.

Zoll und Polizei kennen offenbar bereits seit einiger Zeit den Trick von Kriminellen, die gezielt Nummernschilder zu passenden Autos fälschen lassen.             
Stephan Jansen Zoll und Polizei kennen offenbar bereits seit einiger Zeit den Trick von Kriminellen, die gezielt Nummernschilder zu passenden Autos fälschen lassen.  

Der verdächtige Fahrer, der mit einem gefälschten Kennzeichen und Schmuggel-Zigaretten im Wagen ein baugleiches Auto mit gleichem Nummernschild überholt hatte (der Uckermark Kurier berichtete), muss in Haft.

Die Masche sei nicht unbekannt, erläuterte ein Zoll-Sprecher. Täter suchten sich gezielt im deutsch-polnischen Grenzbereich ein baugleiches Auto und notierten dessen Kennzeichen. Das ließen sie dann im Ausland fälschen. Schmuggler mit typischerweise verdächtigen Autos – wie Kleintransportern – könnten mit dem deutschen Kennzeichen unauffälliger die Grenze passieren.

Es war die Meldung der Woche: Ein Autofahrer war in Brandenburg auf der Autobahn 2 bei Potsdam von einem geradezu identischen Wagen überholt worden. Das fremde Auto war baugleich mit dem eigenen. Das allein wäre noch nicht verwunderlich. Doch dem Mann fiel auf, dass es außerdem sogar das gleiche Kennzeichen hatte. Er rief daraufhin die Polizei – und half somit, gleich mehrere Straftaten aufzudecken, wie der Zoll Berlin-Brandenburg mitteilte.

Die Beamten lotsten das verdächtige Fahrzeug auf einen Rasthof und fanden bei der Kontrolle mehr als 500 000 geschmuggelte Zigaretten im Wagen. Auch das frühere, abgeschraubte Nummernschild entdeckten die Polizisten. 

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