Tarifabschluss für Kfz-Handwerk:

Azubis in Brandenburg bekommen mehr Lohn

Bis in die Nacht hinein haben Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter verhandelt. Im dritten Anlauf einigten sie sich auf einen neuen Lohntarif.

Angehende Kfz-Mechatroniker können sich freuen: Sie bekommen bald mehr Lohn.
Arno Burgi

Beschäftigte im Kfz-Handwerk in Berlin, Brandenburg und Sachsen bekommen mehr Geld. Nach Angaben der IG Metall steigen die Löhne in zwei Stufen jeweils um 2,8 Prozent - in diesem August und im Dezember 2014. Auch die Ausbildungsvergütung für Lehrlinge wird angehoben. Darauf hat sich die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern in der Nacht zum Mittwoch nach stundenlangen Verhandlungen in Dresden geeinigt.

Problematisch sieht die IG Metall jedoch die geringe Tarifbindung in der Branche. Nur etwa ein Drittel der insgesamt 37 000 Mitarbeiter werde von dem Tarifabschluss direkt profitieren.

In der Mark sind Azubi-Gehälter sehr niedrig

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Hans Wedel, bezeichnete den Abschluss als machbar. Die Gewerkschaft lobte vor allem die Anhebung der Azubi-Vergütung in Brandenburg und Sachsen, wo sie besonders niedrig ist. „Das ist ein gutes Signal für unsere jungen Leute“, sagte der Bezirksleiter der IG Metall, Bodo Grzonka. Ziel sei eine möglichst rasche Angleichung der Ausbildungsvergütung an das Westniveau, um den Nachwuchs nicht an Industriebetriebe zu verlieren.

Deshalb gelten die Vereinbarungen zur Azubi-Vergütung bis zum Juli 2016 und damit länger als der eigentliche Tarifvertrag. Der läuft am 30. April 2015 aus.

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