Neue Gnadenfrist:

Bad Freienwalde bleibt vorerst Heilbad

Dem ältesten Kurort des Landes droht der Verlust des Status‘ als Moorheilbad. Nun hat die Stadt unter bestimmten Bedingungen noch eine Chance.

Eine umstrittene Hochbrücke mitten durch die Stadt muss Bad Freienwalde abreißen, um Heilbad zu bleiben.
Patrick Pleul Eine umstrittene Hochbrücke mitten durch die Stadt muss Bad Freienwalde abreißen, um Heilbad zu bleiben.

Aufatmen in Bad Freienwalde: Der seit Langem drohende Verlust des Heilbad-Status‘ für die Kleinstadt im Kreis Märkisch-Oderland in Ostbrandenburg ist vorerst abgewendet. Unter Auflagen darf der Kurort das Prädikat Moorheilbad behalten, wie Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) am Mittwoch in Potsdam mitteilte. Konkret geht es um vier Bedingungen, wozu auch der Abriss einer Stadtbrücke gehört, über die eine Bundesstraße verläuft.

Werde eine der Auflagen nicht fristgerecht erfüllt, folge ein Verfahren mit dem Ziel der Aberkennung des Prädikats, hieß es vom Ministerium. Bad Freienwaldes Bürgermeister Ralf Lehmann (parteilos) zeigte sich zuversichtlich. Er gehe davon aus, dass die Stadt die Bedingungen innerhalb der Fristen erfüllen werde. „Wir werden alles daran setzen“, sagte er. Nach Ministeriumsangaben muss bis zum 30. Juni ein Plan für einen verbindlichen Rückbau der Stadtbrücke B 158 vorliegen.

Ein Expertengremium hatte sich im Vorfeld dafür ausgesprochen, den Heilbad-Status des ältesten Kurorts in Brandenburg abzuerkennen, weil die Voraussetzungen dafür nicht mehr erfüllt seien. Vor allem die Stadtbrücke war dem Fachbeirat für Kurorte, der das Land berät, schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Zudem fehlten ein Marketing-Konzept für den Standort als Heilbad, Bettenkapazitäten in Hotels und genügend Kurangebote mit dem Heilmittel Moor.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung