Streik beendet:

Bahn rollt langsam wieder an

Ob Regionalbahn oder Fernzug - nach dem bislang längsten Streik der Lokführer lief der Bahnverkehr am Sonntag zunächst stockend an. Bahnfahrer können trotzdem erst mal durchatmen.

Schleppend, aber zumindest geht es voran: Rund 250 Züge sind im Fernverkehr im Einsatz.
Jens Büttner Schleppend, aber zumindest geht es voran: Rund 250 Züge sind im Fernverkehr im Einsatz.

Die Lokführer der Deutschen Bahn haben nach sechs Tagen in der Region ihren bislang längsten Streik beendet. Am Sonntag galt aber weiterhin ein Ersatzfahrplan. Nach Angaben des Unternehmens dauert es eine Weile, bis alle Züge an ihre Einsatzorte gebracht werden.

Bei den Regionalzügen in Brandenburg und Berlin gab es am Sonntag noch Einschränkungen. Beispielsweise auf den Regionalexpress-Linien 1, 5, 6 und 7 fuhren Busse im Ersatzverkehr. Die Regionalbahnen 31 und die Linie 23 in Richtung Michendorf entfielen.

Vorerst kein weiterer Streik

Auch der Fernverkehr lief am Sonntag schleppend wieder an. "Die GDL hat das Streikende zeitlich hinter den normalen Betriebsbeginn gelegt und das macht es schwer, die Fahrzeuge zu disponieren und auch die Mitarbeiter dort hin zu bringen, wo sie sein müssen", sagte ein Bahnsprecher. Im Fernverkehr seien 250 Züge im Einsatz. "Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass rund 50 zusätzliche Züge eingesetzt werden können."

In dem Tarifstreit will die Lokführergewerkschaft GDL für alle Berufsgruppen des Zugpersonals eigene Tarifverträge erstreiten. GDL-Chef Claus Weselsky betonte, vorerst keine weiteren Streiks zu planen. "Das Land und die Bahnkunden haben jetzt eine Pause verdient - und die Bahn eine Nachdenkpause zum Reagieren", sagte Weselsky der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung