Aus wirtschaftlichen Gründen:

Bahn schließt Werk in Eberswalde

Die Deutsche Bahn dampft die Zahl ihrer Instandhaltungswerke in Ostdeutschland ein. Hunderte Mitarbeiter an zwei Standorten sind von den Schließungen betroffen. Besonders für Eberswalde ist das eine bittere Nachricht.

570 Stellen streicht die Deutsche Bahn in ihren Instandhaltungswerken in Eberswalde und Zwickau.
Patrick Pleul 570 Stellen streicht die Deutsche Bahn in ihren Instandhaltungswerken in Eberswalde und Zwickau.

Die Deutsche Bahn schließt zwei Instandhaltungswerke. Betroffen sind die Standorte Eberswalde und Zwickau in Sachsen. Das Unternehmen wolle den insgesamt rund 570 Mitarbeitern andere Arbeitsplätze im DB-Konzern anbieten, hieß es am Mittwoch. Gewerkschafter kündigten massiven Widerstand gegen die Schließungen an.

Die Bahn begründet den Schritt mit einem Rückgang von Instandhaltungsleistungen an Güterwagen. Eine nachhaltig wirtschaftliche Lösung sei nur durch die Schließung der Werke möglich, hieß es. In Zwickau sollen demnach bis Ende 2015 und in Eberswalde bis Dezember 2016 die Lichter ausgehen.

Herber Schlag für die Stadt

Für Eberswalde ist die Schließung des Werks mit rund 490 Mitarbeitern ein herber Schlag. Das traditionsreiche Werk hatte erst im vergangenen Jahr 135 Jahre Bestehen gefeiert. Die Bahn ist nach Stadtangaben einer der größten Arbeitgeber. Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) sagte über die Nachricht der Deutschen Bahn: "Das ist für die Stadt Eberswalde und weit darüber hinaus eine extrem bittere Nachricht, mit Konsequenzen, die heute noch gar nicht absehbar sind."

Nach eigenen Angaben unterhält die Bahn bundesweit noch an 15 Standorten Werke für Fahrzeuginstandhaltung.

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