16 Monate Bauzeit:

Bahnstrecke Berlin-Dresden ist gesperrt

Bahnpendler und Reisende südlich von Berlin müssen sich für die nächsten Monate umstellen. Die Strecke nach Dresden ist unterbrochen. Grund sind Bauarbeiten.

Die Bahnstrecke Berlin-Dresden ist vom 5. August an für mehr als ein Jahr gesperrt.
Patrick Pleul Die Bahnstrecke Berlin-Dresden ist vom 5. August an für mehr als ein Jahr gesperrt.

Die Bahnstrecke Berlin-Dresden ist wegen Bauarbeiten für mehr als ein Jahr unterbrochen. Seit Freitag rollen zwischen Baruth (Teltow-Fläming) südlich von Berlin und Hohenleipisch (Elbe-Elster) nahe der Grenze zu Sachsen keine Züge mehr. Die Trasse wird in den 16 Monaten Bauzeit für Tempo 200 vorbereitet.

Fernzüge von Berlin nach Dresden werden ohne Halt über andere Routen umgeleitet, der Stopp in Elsterwerda entfällt. Für Reisende im Regionalverkehr hat die Bahn eigenen Angaben zufolge ein Bündel von Ersatzangeboten entwickelt. Es gibt Expressbusse, Ersatzbusse und Umfahrungsmöglichkeiten mit Zügen.

Ersatzbusse aufgrund der Ferien nicht sehr voll

Die Umstellung auf den Schienenersatzverkehr verlief „planmäßig und störungsfrei“, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. „Nach unserer Einschätzung haben sich die betroffenen Fahrgäste gut auf die neue Situation eingestellt.“ Wegen der Sommerferien seien auch die Ersatzbusse nicht sehr voll.

Bei den Bauarbeiten werden Gleise, Bahnsteige und Bahntechnik erneuert. Außerdem sollen neue Brücken und Wege insgesamt 18 Bahnübergänge ersetzen. Der Ausbau verkürzt ab Dezember 2017 die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen Berlin und Dresden um 9 Minuten auf 1 Stunde 47 Minuten. 2020 soll ein neues Zugsicherungssystem die Fahrtzeit nochmals reduzieren.

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