Vollendung bis 2020:

Bahnstrecke Berlin-Stettin wird elektrifiziert

Die Beziehungen zwischen Brandenburg und Polen werden immer besser. Doch beim Zugverkehr hapert es noch gewaltig.

Der direkte Eurocity nach Breslau (Wroclaw) war Ende 2014 eingestellt worden.
Patrick Pleul Der direkte Eurocity nach Breslau (Wroclaw) war Ende 2014 eingestellt worden.

Bis 2020 soll die Bahnstrecke zwischen Berlin und Stettin zweigleisig ausgebaut sein. Außerdem soll die Strecke durchgehend elektrifiziert sein. Und die Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen soll dann nur noch 80 Minuten betragen – statt bislang zwei Stunden. Das kündigte Bahnchef Rüdiger Grube am Rande des ersten deutsch-polnischen Bahngipfels an, zu dem Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag in die Potsdamer Staatskanzlei eingeladen hatte.

Doch obwohl Woidke von einem „wichtigen Tag in den deutsch-polnischen Beziehungen“ sprach, blieben die Ergebnisse der Premierenveranstaltung eher bescheiden. Künftig soll sich eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Deutschen Bahn und der Polnischen Staatsbahn um die Zukunft der Schienenverbindungen zwischen den Nachbarländern kümmern, kündigte Woidke an. Auch die Länder wollen sich daran beteiligen. Keinen vollwertigen Ersatz wird es für den eingestellten Intercity zwischen Berlin und Breslau geben: Nur in der Zeit von Mai bis Oktober 2016 soll ein direkter „Kulturzug“ die beiden Städte verbinden – denn dann ist Breslau europäische Kulturhauptstadt.

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