Umfangreiche Maßnahmen:

Bahnstrecke von Berlin nach Dresden wird ausgebaut

Bahnreisen in die sächsische Landeshauptstadt sollen komfortabler und schneller werden. Für mehr als ein Jahr hat das Ganze jedoch eine Schattenseite.

Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen die Züge mit Tempo 200 über die Gleise fahren können.
Patrick Pleul Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen die Züge mit Tempo 200 über die Gleise fahren können.

Die Bahnstrecke Berlin-Dresden wird für Tempo 200 ausgebaut und deshalb schon bald für mehr als ein Jahr gesperrt. Die Deutsche Bahn und die Verkehrsministerien von Bund und Brandenburg gaben am Montag den Startschuss zum Beginn des Bauprojekts.

Von August dieses Jahres bis Dezember nächsten Jahres werden auf einem 73 Kilometer langen Abschnitt zwischen Baruth (Teltow-Fläming) südlich von Berlin und Hohenleipisch (Elbe-Elster) nahe der Grenze zu Sachsen keine Züge rollen.

Fernverkehr wird in dieser Zeit ohne Halt über andere Routen umgeleitet, im Regionalverkehr werden Busse eingesetzt. Der Ausbau verkürzt ab Dezember 2017 die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen um 9 Minuten auf 1 Stunde und 47 Minuten. 2020 soll ein neues Zugsicherungssystem noch mal die Reise abkürzen.

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) hob hervor, dass der Ausbau auch ein Gewinn für die Infrastruktur der Gemeinden an der Strecke sei, etwa wenn Bahnübergänge in Brücken oder Tunnel umgewandelt werden.

 

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