Allergie-Alarm:

Bauarbeiten könnten Ambrosia-Samen verteilen

Die Nase juckt, das Atmen fällt schwer: Schuld an diesen Beschwerden sind oft Ambrosia-Pollen.

Die Ambrosia-Pflanze (Ambrosia artemisiifolia).
Patrick Pleul Die Ambrosia-Pflanze (Ambrosia artemisiifolia).

Die Allergien auslösende Ambrosia-Pflanze könnte sich durch zunehmende Bauarbeiten in ganz Brandenburg ausbreiten. Das Beifußblättrige Traubenkraut komme seit mehr als 30 Jahren vor allem in der Gegend von Cottbus und Drebkau (Spree-Neiße) und anderen Teilen Südbrandenburgs vor, sagte Thomas Frey vom Landesumweltamt in Potsdam. „Nun fürchten wir, dass der Straßenbau die Ausbreitung fördert.“ Denn bei Bauarbeiten werde zunehmend wertvoller Mutterboden abgebaut und anschließend weiter transportiert. „So werden Ambrosia-Samen durch das ganze Land gefahren“, meinte Frey.

Der Blütenstaub der Ambrosia löst bei Allergikern starken Heuschnupfen oder Asthma aus. Meist blühen die Pflanzen ab Ende Juli. Den Brandenburgern rät das Landesumweltamt, vorsichtig mit Vogelfutter umzugehen. Vor allem in städtischen Gebieten verbreite sich Ambrosia so unter Fenstern oder Balkonen.

In der Nähe der Futterplätze sollte besonders auf kleine Pflanzen geachtet werden. Sie gehören demnach in den Hausmüll - nicht in die Bio-Tonne.

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