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Bauern verlieren Millionen durch schlechte Ernte

Vor allem die häufigen Regenfälle im Juni haben den Landwirten die Sorgenfalten ins Gesicht getrieben.

Beim Weizen betrug der Einnahme-Rückgang im Vergleich zu 2015 rund 35 Millionen Euro.
Patrick Pleul Beim Weizen betrug der Einnahme-Rückgang im Vergleich zu 2015 rund 35 Millionen Euro.

Die diesjährige Ernte hat Brandenburgs Bauern erhebliche Einnahmeverluste beschert. Allein bei Weizen, Roggen, Gerste und Raps gebe es im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 111 Millionen Euro, teilte der Präsident des Landesbauernverbands, Henrik Wendorff, am Freitag in Steinhöfel mit.

Im Vorjahr seien die Erzeugerpreise noch bis zu 15 Prozent höher gewesen. „Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, sind ohne Zweifel Existenzen bedroht“, so Wendorff. Wegen des schlechten Wetters im Frühjahr kann die Ernte in Brandenburg erst in sechs bis zehn Tagen beendet werden. Auch der häufige Regen im Juni machte den Bauern zu schaffen.

Mit 356 000 Tonnen liege die Rapsernte 107 000 Tonnen unter dem Vorjahr. Pro Hektar sei fast eine Tonne weniger geerntet worden. Für alle märkischen Bauern zusammengerechnet betrage der Einnahmeverlust beim Raps 46 Millionen Euro.

Beim Weizen betrug der Einnahme-Rückgang im Vergleich zu 2015 rund 35 Millionen Euro, bei der Gerste 22 Millionen Euro. Die Einbußen beim Roggen betragen etwa 8 Millionen Euro. Wendorff bezifferte den Gewinnverlust pro Betrieb auf 30  000 Euro.