Aufsichtsratssitzung:

BER-Eröffnung in der Schwebe

Der Aufsichtsrat hält einen Start des Hauptstadtflughafens noch immer Ende kommenden Jahres für möglich. Doch die Zweifel wachsen, denn an einer Stelle klemmt es ganz besonders.

Das BER-Terminal ist nur von außen fertig, innen ist noch viel zu tun.
Patrick Pleul Das BER-Terminal ist nur von außen fertig, innen ist noch viel zu tun.

Eine Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Ende 2017 wird immer unsicherer. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) betonte am Freitag nach der Sitzung des Aufsichtsrats zwar, dass er am Zeitplan festhalte. „Ich streite mich aber zum Schluss nicht um vier Wochen. Bei all dem, was wir hinter uns haben mit diesem Projekt, glaube ich wirklich, kommt es nicht darauf an, ob es der Dezember 17 oder der Januar 18 ist.“ Eine Garantie, dass der Airport wie vorgesehen Ende 2017 an den Start gehen kann, hätten ihm die Betreiber in der Sitzung nicht gegeben.

Die Flughafengesellschaft sei zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr allein Herr des Verfahrens, erklärte der Aufsichtsratschef. „Wir sind an einem Punkt, wo wir abhängig sind von den Genehmigungen anderer Behörden.“ Gemeint ist an vorderster Stelle das Bauordnungsamt des Flughafen-Landkreises Dahme-Spreewald, das Genehmigungen für den Umbau der komplexen Brandschutzanlage erteilen muss.

Neue Vorgaben für den Bahnverkehr

In dieser Woche sei der Flughafen zudem von Anforderungen des Eisenbahnbundesamts und der Deutschen Bahn überrascht worden, sagte Müller. Sie betreffen den Brandschutz am Übergang vom Terminal zum unterirdischen Flughafenbahnhof.

Nach den Worten von Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld beziehen sich die Anforderungen auf die Frage, wie viele Züge den Tunnel auf einmal und mit welcher Geschwindigkeit durchfahren dürfen und wie sich dieser Verkehr auf die Entrauchung des darüberliegenden Geschosses auswirkt. „Da wurden konkrete Vorgaben gemacht, die höher waren als die, die wir bisher hatten“, sagte Mühlenfeld. „Das Gebäude ist neu, und es ist bislang nicht noch nicht gesetzlich geprüft, wie man einen Tunnel anlegt, der unter einem Flughafen liegt“, ergänzte der Manager.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung