Imker gegen Imker?:

Bienenklau nimmt zu

Bienenvölker samt Kästen sind mehrmals gestohlen worden. Der Schaden alleine zu Pfingsten betrug über 21 000 Euro. Was die Diebe mit den Tieren wollen, darüber gibt es bisher nur Vermutungen.

Der Imkerverband hat den Verdacht, dass Händler oder andere Bienenzüchter die Völker gestohlen haben.
Patrick Pleul Der Imkerverband hat den Verdacht, dass Händler oder andere Bienenzüchter die Völker gestohlen haben.

Der Diebstahl von Bienen in Brandenburg nimmt zu. Über Pfingsten meldete die Polizei mehrere Diebstähle, bei denen komplette Bienenvölker samt ihrer Kästen spurlos verschwanden. So wurden drei Völker bei Strausberg in Märkisch-Oderland als gestohlen gemeldet. Drei weitere kamen bei Beesdau (Dahme-Spreewald) samt Bienenwagen abhanden. Bei Mühlenfließ (Potsdam-Mittelmark) wurde eine nicht näher bezifferte Anzahl von Bienenstöcken geklaut. Der Schaden liege zusammen bei mehr als 21  000 Euro, hieß es. Im März hatten Unbekannte in Sternebeck (Märkisch-Oderland) 14 Bienenstöcke gestohlen. Der Sachschaden belief sich auf 5000 Euro.

Während die Polizei sich die Diebstähle bislang nicht erklären kann, scheinen die Fälle für den Brandenburger Imkerverband klar. "Ich vermute, dass Händler oder Imker als Täter infrage kommen, die ihre Verluste so wettmachen wollen", erklärte Verbandssprecher Holger Ackermann am Dienstag. Die Varroa-Milbe setze Bienenvölkern stark zu, Imker müssten dadurch und durch Wetterkapriolen große Verluste hinnehmen, sagte er. Weil das Angebot auf dem Markt abgenommen habe, seien die Preise in jüngster Zeit in die Höhe geschnellt. Für ein Bienenvolk könnten mittlerweile 100 bis 200 Euro aufgerufen werden.

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