Berühmter Baum:

Bittschriftenlinde ans Stadtschloss zurückgekehrt

An einem der Vorgänger des Baumes brachten Bürger zu Zeiten des Königs Friedrich II. Petitionen an.

Vor dem Potsdamer Stadtschloss, dem heutigen Landtag, gibt es jetzt wieder eine Linde.
Ralf Hirschberger Vor dem Potsdamer Stadtschloss, dem heutigen Landtag, gibt es jetzt wieder eine Linde.

Nach dem Stadtschloss ist eine andere alte Institution in Potsdam zurückgekehrt: Eine Nachzüchtung der berühmten „Bittschriftenlinde“ wurde an historischer Stelle am Landtagsgebäude angepflanzt, teilte der Sanierungsträger Potsdam mit.

Zu Zeiten des Preußenkönigs Friedrich II. war der Baum bekannt, weil hier Bitten seiner Untertanen gesammelt wurden. Der Baum stand unterhalb von Friedrichs Arbeitszimmer.

Die alte Linde überdauerte Könige und Kriege, erst 1949 wurde sie gefällt. Eine zur 1000-Jahr-Feier Potsdams 1993 neu gepflanzte Bittschriftenlinde musste 2008 wegen Bauarbeiten umziehen. „Heute entscheidet nicht der König nach eigenem Gutdünken über die Wünsche und Beschwerden von Untertanen. Die Petition ist ein direkter Draht zwischen Bürgern und dem Parlament“, erklärte Landtagspräsidentin Britta Stark.

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