Kein Durchkommen:

Blockade legt Pogida-Demo lahm

Hunderte Menschen stellten sich dem Potsdamer Pegida-Ableger in den Weg. Diese mussten ihren Marsch abbrechen und umkehren, da die Straße nicht geräumt werden konnte.

Gegendemonstranten versperrten eine Straße in Potsdam, um gegen den Pogida-Aufmarsch zu protestieren.
Ralf Hirschberger Gegendemonstranten versperrten eine Straße in Potsdam, um gegen den Pogida-Aufmarsch zu protestieren.

Knapp 1000 Menschen haben am Mittwochabend einen Protest der islamfeindlichen Pogida-Demo in Potsdam gestört. Nach Polizei-Schätzungen blockierten rund 800 der Gegendemonstranten die Straße, sodass die Pogida-Teilnehmer kurz nach dem Start ihres Marsches durch die Stadt wieder umkehren mussten. Polizeipräsident Hans Jürgen Mörke erklärte, die Straße sei nicht geräumt worden, weil auch Kinder an der Sitzblockade teilgenommen hätten. Bei Podiga, dem örtlichen Ableger des Pegida-Bündnisses aus Dresden, waren an dem Abend Schätzungen zufolge rund 80 Menschen dabei. Das Polizeipräsidium hatte rund 1000 Beamte aus mehreren Bundesländern zusammengezogen, insgesamt waren acht Kundgebungen an diesem Abend angemeldet.

Nach einer Bilanz der Polizei wurden Einsatzkräfte bereits vor Beginn der Pogida-Demonstration aus den Gegenversammlungen mit Flaschen und Böllern attackiert. Zudem sei versucht worden, Fahrer der Polizei und die Besatzung eines Polizeihubschraubers zu blenden. Dabei sei eine Beamtin verletzt worden.

Den Angaben zufolge gab es mehrere Personalienfeststellungen. Ein Mann wurde wegen Beamtenbeleidigung in Gewahrsam genommen. Zudem wurden Strafverfahren gegen zwei Beschuldigte eingeleitet, von denen einer ein verbotenes Messer (Gegendemonstrant) und ein Pogida-Ordner verbotene Quarzhandschuhe trug.

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