Kaum Verkehrsbehinderungen in Potsdam:

Bomben-Entschärfung im Schnelldurchlauf

Keine drei Stunden hat der Spuk in der Landeshauptstadt gedauert. Erneut ist eine 250-Kilo-Weltkriegsbombe entschärft worden. Darüber dürfte auch der Betreiber eines Erotikshops glücklich gewesen sein.

Schon wieder eine entschärft: Sprengmeister Mike Schwitzke kann einmal mehr in diesem Jahr mit einem unschädlich gemachten Blindgänger posieren.
Oliver Mehlis Schon wieder eine entschärft: Sprengmeister Mike Schwitzke kann einmal mehr in diesem Jahr mit einem unschädlich gemachten Blindgänger posieren.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat in diesem Jahr bereits die vierte 250-Kilo-Weltkriegsbombe in Potsdam entschärft. Sprengmeister Mike Schwitzke hat den Blindgänger russischer Bauart in zweieinhalb Stunden unschädlich gemacht und die Überreste eines 20-Kilo-Blindgängers in der Nähe des Potsdamer Bahnhofs Pirschheide gesprengt.

Routiniert habe Schwitzke den Zünder der Fünf-Zentner-Bombe abdrehen können, hieß es. „Alles hat reibungslos funktioniert. Der Sperrkreis konnte schnell wieder freigegeben werden“, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow.

Diesmal sei zudem alles sehr viel schneller gegangen, weil im Waldstück beim Bahnhof kaum Anwohner in Sicherheit gebracht werden mussten. Nur eine Tankstelle und ein Erotikshop mussten während der Entschärfung geschlossen werden. Zudem wurde die Bundesstraße 1 gesperrt und die Bahnlinie zwischen Potsdam und Flughafen Schönefeld unterbrochen.

Zuletzt mussten Ende September 9000 Menschen aus der Potsdamer Innenstadt ihre Wohnungen verlassen, weil in der Nuthe am Humboldt-Ring ebenfalls ein Weltkriegsblindgänger entschärft werden musste.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung