Bahnstrecken betroffen:

Bomben-Entschärfung legt nördliches Brandenburg lahm

Am Mittwoch bestätigte sich die Befürchtung, dass zwei in Oranienburg gefundene Metallgegenstände Bombenblindgänger sind. Tags darauf wurden die Bomben entschärft. Mit Auswirkungen auf den Verkehr der gesamten Region.

Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes arbeiten am Fundort der Bomben.
Maurizio Gambarini Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes arbeiten am Fundort der Bomben.

Die Entschärfung von zwei 500-Kilo-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg legte am Donnerstag den Straßenverkehr in Oranienburg (Oberhavel) und den Bahnverkehr in Teilen des nördlichen Brandenburg still. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärfte den Tag über zwei Bombenblindgänger, die auf dem Grundstück „Am alten Hafen 13“ gefunden worden waren. Die erste Bombe wurde um 13.55 Uhr und die zweite um 17.30 Uhr entschärft, teilte die Stadtverwaltung mit.

Um acht Uhr morgens wurde im Ortsteil Lehnitz ein Sperrkreis mit einem Radius von 1000 Metern rund um die Fundstelle eingerichtet. Etwa 4000 Menschen mussten deshalb am Donnerstag ihre Wohnungen verlassen, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Vier Kitas, eine Grundschule mit Hort, ein Eltern-Kind-Treff sowie ein Erlebnisbad konnten aus Sicherheitsgründen nicht öffnen.

Wie ursprünglich geplant gelang es, den Sperrkreis gegen 18 Uhr mittels eines Sirenensignals wieder aufzuheben. Von den Einstellungen des Bahnverkehrs betroffen waren die Regionalverbindungen RE5, RB12, RB20 und RB54 sowie die S-Bahnlinie 1, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Für die S-Bahnlinie 1 wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet, der jedoch nicht den S-Bahnhof Lehnitz anfuhr, da dieser Halt im eingerichteten Sperrkreis lag. Nach der Aufhebung des Sperrkreises um 18 Uhr trat auch der Schienenverkehr wieder in Kraft.