So kalkulieren die Gartenfreunde:

Brandenburg hofft auf Kleingärtner aus Berlin

In der Mark ist die Zahl der Schrebergärtner seit vielen Jahren rückläufig. Demgegenüber suchen viele Hauptstädter eine Parzelle.

In Berlin sind Datschen knapp, in der Mark dagegen nicht.
Carsten Rehder In Berlin sind Datschen knapp, in der Mark dagegen nicht.

Im Kampf gegen den Leerstand in vielen Kleingartenanlagen hoffen Brandenburgs Gartenfreunde auf Pächter aus der Hauptstadt. „In Berlin warten etwa 12 000 Leute auf einen Kleingarten. Warum sollen die nicht nach Brandenburg kommen?“, sagte der Geschäftsführer des Landesverbands der Gartenfreunde, Fred Schenk.

In der Mark gehen jedes Jahr etwa 500 Kleingärten verloren, wie aus einer Antwort von Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Als eine Hauptursache für den Rückgang nannte Vogelsänger die Abwanderung der Bevölkerung.

„Es ist heute schwer, junge Leute für das Kleingartenwesen zu gewinnen“, ergänzte Schenk. Die Situation sei schwierig, aber nicht hoffnungslos. Er geht davon aus, dass der starke Rückgang in den kommenden Jahren anhält und sich die Zahl der Kleingärten an den Bedarf anpasst.

Laut Vogelsänger gab es 1990 landesweit rund 71 000 Kleingärten; heute sind es etwa 65 300. Laut Schenk musste bislang eine Kleingartenanlage in Wittenberge (Prignitz) mit rund 150 Parzellen zurückgebaut werden.

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