Überwachung auf mehreren Spuren:

Brandenburg testet neuen fahrbaren Blitzer

Wer diesen Anhänger sieht, sollte lieber nicht zu schnell fahren. Das könnte ansonsten teuer werden, denn ein neues Messsystem überwacht derzeit märkische Autobahnen.

Der Blitzer (hier abgedeckt) wird momentan im Kreis Potsdam-Mittelmark eingesetzt.
Dpa Der Blitzer (hier abgedeckt) wird momentan im Kreis Potsdam-Mittelmark eingesetzt.

Ein neues Gerät zur Geschwindigkeitsmessung wird derzeit auf Brandenburger Autobahnbaustellen getestet. Unabhängig von externer Stromversorgung kann es fünf Tage lang „blitzen“, sagte der Stellvertretende Sprecher des Innenministeriums, Wolfgang Brandt, am Donnerstag auf Anfrage. Derzeit wird ein Autobahnabschnitt in Michendorf (Potsdam-Mittelmark) überwacht.

Das Messsystem Poliscan Speed – es wird bei der Brandenburger Polizei bereits eingesetzt – ist auf eine Art Auto-Anhänger installiert. Darauf wurden auch die Hochleistungsbatterien untergebracht. Wie andere Blitzer auch können gleichzeitig mehrere Fahrspuren überwacht werden.

Test läuft noch fünf Wochen

Nach den Angaben läuft der Test noch etwa fünf Wochen. Gerade auf Baustellen sei die Unfallgefahr sehr groß, wenn vorgegebene Geschwindigkeiten nicht eingehalten werden, sagte Brandt. Tempolimits werden zur Erhöhung der Verkehrssicherheit eingeführt, nicht um Haushaltseinnahmen zu erhöhen, betonte er. Dies ist ein beliebtes Argument von Blitzer-Kritikern

Die Brandenburger Polizei verwendet 24 mobile automatisierte Geschwindigkeitsmesssysteme, 13 davon vom Typ Poliscan. Im Vorjahr wurde 1,44 Millionen Mal zu schnelles Fahren festgestellt. Das waren 9,6 Prozent mehr als im Jahr 2014.

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