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Brandenburger Jugendliche trinken weniger exzessiv

Während Heranwachsende in der Mark offenbar vernünftiger werden, schlägt der Trend in Berlin in die andere Richtung aus. Und es könnte noch schlimmer für die Hauptstädter kommen.

Jugendliche übertreiben es beim Griff zur Flasche weniger – zumindest in Brandenburg.             
Uwe Anspach Jugendliche übertreiben es beim Griff zur Flasche weniger – zumindest in Brandenburg.  

In Brandenburg gab es im Jahr 2012 nach Angaben der Krankenkasse DAK weniger junge Komasäufer. 413 Kinder und Jugendliche kamen mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser. Das sei etwa ein Prozent weniger als im Jahr 2011, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Nicht eingerechnet seien Jugendliche, die in anderen Bundesländern behandelt wurden. Der Trend in Brandenburg sei erfreulich, sagte die Landeschefin der DAK-Gesundheit, Steffi Steinicke.

Die Zahl junger Komasäufer in Berlin ist dagegen gestiegen. Demnach kamen 409 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in Krankenhäuser. Das seien etwa neun Prozent mehr als im Jahr 2011. „In der bisherigen Statistik fehlen noch die Kinder und Jugendlichen aus Berlin, die im vergangenen Jahr in den anderen Bundesländern behandelt wurden“, sagte Steinicke. Die Zahl werde daher noch weiter steigen.

Die Krankenkasse, die sich mit einer Kampagne gegen das Rauschtrinken einsetzt, bezog sich auf bislang unveröffentlichte Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg.