Völlig unerwartet:

Brandenburgs SPD-Fraktionschef Klaus Ness gestorben

Am Rande eines parlamentarischen Abends bricht SPD-Fraktionschef Klaus Ness zusammen. Ärzte kümmern sich um ihn, er wird in ein Krankenhaus gebracht. Nun ist klar: Alle Hilfe war vergebens.

Klaus Ness (SPD) starb nach einem Zusammenbruch.
Nestor Bachmann Klaus Ness (SPD) starb nach einem Zusammenbruch.

Brandenburgs SPD-Fraktionschef Klaus Ness gehörte nach Jahrzehnten im Regierungslager zu den wichtigsten Führungskräften der Sozialdemokraten im Land. Als Fraktionschef der SPD im Landtag scheute sich der Kettenraucher auch nicht vor Seitenhieben. Dabei verschonte er weder die Opposition noch den SPD-Regierungspartner von der Linken.

Der 53-Jährige galt als Stratege und Mitgestalter vieler SPD-Wahlerfolge in Brandenburg. Er war lange Landesgeschäftsführer und Generalsekretär. Als der damalige Ministerpräsident Matthias Platzeck 2005 für wenige Monate SPD-Bundesvorsitzender war, begleitete Ness ihn als Abteilungsleiter ins Berliner Willy-Brandt-Haus.

Zugezogen, aber fühlte sich als echter Brandenburger

Nachdem Dietmar Woidke als Platzecks Nachfolger Ministerpräsident wurde, wurde Ness 2013 Fraktionsvorsitzender der SPD im Landtag. Seine Wiederwahl 2014 war problemlos.

Schon mit 15 Jahren trat der spätere Diplom-Pädagoge den Sozialdemokraten bei. Er wurde 1962 in Peine geboren, fühlte sich aber längst als "echter Brandenburger". Er war mit der Diplomingenieurin Martina Gregor-Ness aus Senftenberg verheiratet, die für die SPD im Kreistag Oberspreewald-Lausitz sitzt.

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