Abgelagertes Eisenocker:

Braune Spree wird gesäubert

Das Gewässer sieht vielerorts mehr wie ein verdreckte Brühe, als wie ein Fluss aus. Eine Hinterlassenschaft ehemaliger Tagebaue. Nun soll der Eisenschlamm beseitigt werden.

Die Spree wird durch Eisenhydroxid und Sulfate belastet.
Bernd Settnik Die Spree wird durch Eisenhydroxid und Sulfate belastet.

Aus den Vorstaubecken der Talsperre Spremberg (Neiße-Spree) wird von Montag an eine große Menge Eisenschlamm entfernt. Damit soll der Verockerung der Spree entgegengewirkt werden. Zwei Schwimmbagger sollen den Schlamm in dem Vorstaubecken aufsaugen, wie der Bergbausanierer LMBV mitteilte. Er werde auf eine Deponie im sächsischen Lauta gebracht. Bis Ende Juni sollen so rund 30 000 Kubikmeter Schlamm beseitigt werden. Die Talsperre fungiert wie ein Schutzschild für den Spreewald und Cottbus. Bis das Wasser durch die Talsperre geflossen ist, braucht es viele Tage. In dieser Zeit kann das Eisenocker zu Boden sinken.

Während der kürzlichen Sanierung der Staumauer wurden Bekalkungs- und Beflockungsanlagen als Ersatz eingesetzt. Sie sollen wegen ihrer hohen Wirksamkeit weiter betrieben werden, wie es hieß. Dass die Spree vielerorts braun verfärbt ist, ist eine Hinterlassenschaft von ehemaligen Tagebauen. Mit ihrer Stilllegung kommt das Grundwasser, das während der Braunkohle-Förderung abgepumpt wurde, zurück. Es vermischt sich mit dem freigelegten Eisenhydroxid und spült es in die Flüsse.