Vorsicht auf Grünflächen:

Brutvögel beim Mähen gefährdet

Wer seinen Rasen oder den Acker mäht, sollte jetzt besonders aufmerksam sein. Viele Vögel haben bereits Nachwuchs. Vor allem auf Küken aus Gelegen am Boden könnten von Maschinen erfasst werden.

Die Kiebitz-Population ist zurückgegangen. Noch steht die Art aber nicht auf der Roten Liste.
Roland Scheidemann Die Kiebitz-Population ist zurückgegangen. Noch steht die Art aber nicht auf der Roten Liste.

Die beginnende Mahd von Grünland in Brandenburg kann zur tödlichen Gefahr von Brutvögeln werden. Vielfach habe sich bereits Nachwuchs eingestellt, sagte der Experte des Brandenburger Naturschutzbundes (Nabu ), Helmut Brücher. Vor allem Küken aus Gelegen am Boden seien betroffen, sie könnten von den Maschinen erfasst werden. Zudem mache die Düngung von Grünflächen insbesondere Bodenbrütern zu schaffen, sagte Brücher.

Der Naturschutzbund warnte auch davor, Jungvögel einzusammeln, die auf Wiesen mit lautem Piepen auf sich aufmerksam machen. Sie seien nur scheinbar verlassen und piepten nach ihren Eltern. In Brandenburg leben knapp 220 Brutvogelarten, von denen 86 auf der Roten Liste stehen. Die Zahl sei leicht zurückgegangenen, doch sind weitere Vogelarten in Gefahr, auf der Roten Liste zu landen. Immer seltener werden bereits Feldlerche, Uferschnepfe oder Kiebitz.

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