In historischen Kostümen:

Bühne frei fürs Säbelrasseln in Bernau

Bereits zum 18. Mal treffen sich am ersten März-Wochenende die Schwertkämpfer. Auf die Besucher warten Highlights aus verschiedenen Zeiten.

Bei dem Treffen kreuzen Schwertkämpfer aus allen Jahrhunderten die Klingen.
Bernd Settnik Bei dem Treffen kreuzen Schwertkämpfer aus allen Jahrhunderten die Klingen.

Stolze Ritter, wilde Wikinger und japanische Samurai – in Bernau (Barnim) kreuzen sie traditionsgemäß am ersten März-Wochenende die Klingen. An diesem Sonntag, dem 8. März, ab 10 Uhr werden rund 150 Schwertkämpfer erwartet. Die 22 Gruppen und Vereine kommen aus Deutschland, der Slowakei und Tschechien. „Es ist eine Zeitreise rund um die Welt“, schwärmt Museumsleiter Bernd Eccarius. Zu sehen seien verschiedene Stilrichtungen aus verschiedenen Ländern zu verschiedenen Zeiten. „In einer Stunde können die Besucher indische Fechter sehen, einem Gladiatorenkampf beiwohnen oder wilde Wikinger beobachten.“

Das Schwertkämpfertreffen hat mit der Geschichte der Stadt im Norden Berlins zu tun. Alljährlich erinnert Bernau im Juni mit dem Hussitenfest daran, wie die Bürger im 15. Jahrhundert die böhmischen Krieger erfolgreich abgewehrt haben. Um für das Fest zu üben und die Techniken verschiedener Schulen abzugleichen, trafen sich 30 Schwertkämpfer vor Jahren in einer Turnhalle.

Veranstalter erwarten 2000 Besucher

Im ersten Jahr trainierten sie an zwei Tagen. Im Jahr danach meinten sie, das Ergebnis auch öffentlich zeigen zu können, so Eccarius. „Das Interesse war groß.“ Inzwischen kommen rund 2000 Besucher zu der Veranstaltung, die um Tanz- und Musikeinlagen erweitert wurde. „Wir haben keinen Platz für noch mehr Gruppen.“ Asiatische und europäische Stilrichtungen würden gezeigt.

Die Organisatoren bauen eine Kulisse auf. Schlag auf Schlag stellen die Gruppen ihre Techniken vor. Die Kämpfer tragen passende Kostüme und Requisiten. „Wo gibt es das schon, dass sich Musketiere, Gladiatoren und Landsknechte begegnen?“, meint Eccarius. Für das Publikum seien direkt ansprechbar. Die Gruppen nähten die prächtigen Kostüme teils selbst oder kauften sie.

Japanische Trommler sorgen für Stimmung. „Da bebt die Halle“, betont Eccarius. Auch eine Renaissance-Tanzgruppe sei dabei. Kinder könnten üben, wie gefochten wird, ohne sich zu verletzten.