DDR-Architektur in Potsdam:

Bürgerbegehren schafft wichtige Hürde

Die historische Mitte von Brandenburgs Landeshauptstadt ist nach umfassenden Erneuerungen wierder historisch geprägt. Die DDR-Bauten stoßen der Stadtspitze daher sauer auf. Doch gegen deren Abrisspläne nimmt der Widerstand zu.

Potsdams Oberbürgermeister Jakobs hält am Abriss des ehemaligen Interhotels "Mercure" in Potsdams Mitte fest.
Ralf Hirschberger Potsdams Oberbürgermeister Jakobs hält am Abriss des ehemaligen Interhotels "Mercure" in Potsdams Mitte fest.

Das Bürgerbegehren für den Erhalt der DDR-Architektur in Potsdams historischer Mitte hat nach Angaben der Organisatoren eine wichtige Hürde genommen. Mehr als 14 600 Bürger von Potsdam hätten nunmehr das Bürgerbegehren unterzeichnet. "Damit ist das erforderliche Quorum von 10 Prozent der Wahlberechtigten erreicht", berichtete ein Sprecher am Freitag. "Zur Sicherheit werden wir jedoch ein Polster von weiteren 2500 Unterschriften sammeln."

Das Bürgerbegehren wendet sich gegen den Plan der Stadtspitze unter Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), rund um das wieder errichtete Landtagsschloss das ehemalige Interhotel "Mercure", die Fachhochschule und einen Wohnblock mit knapp 200 günstigen Kleinwohnungen abzureißen. Wenn die Betreiber ihre gesammelten Stimmen abgeben, wird das Rechtsamt der Stadt die Gültigkeit der Unterschriften prüfen. Ist das Quorum erreicht, muss sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema beschäftigen. Sollte diese dann das Anliegen ablehnen, kommt es zu einem Bürgerentscheid.

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