50 Prozent der Kosten werden übernommen:

Bund zahlt erstmals für Kampfmittel-Beseitigung

Brandenburg ist stark mit Fundmunition belastet. Bislang gab der Bund nur Geld für die Beseitigung sogenannter reichseigener Sprengkörper aus. Das wird nun geändert.

Erst diese Woche wurde eine 250 Kilo-Bombe der US-Streitkräfte in Potsdam entschärft. Über 3000 Menschen wurden evakuiert.
Ralf Hirschberger Erst diese Woche wurde eine 250 Kilo-Bombe der US-Streitkräfte in Potsdam entschärft. Über 3000 Menschen wurden evakuiert.

Der Bund beteiligt sich erstmals an den Kosten für die Beseitigung alliierter Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. „Es wurde höchste Zeit, dass der Bund endlich seine Mitverantwortung anerkannt hat“, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag. Wie die Staatskanzlei mitteilte, beschloss der Haushaltsausschuss des Bundestags eine entsprechende Regelung. Danach werden künftig 50  Prozent der Kosten vom Bund getragen. Bis 2019 stehen deutschlandweit 60 Millionen Euro zur Verfügung. Brandenburg sei das Bundesland mit dem höchsten Anteil an munitionsbelasteten Gebieten, hieß es.

Jedes Jahr gibt das Land einen zweistelligen Millionenbetrag zur Beseitigung von Kampfmitteln der Amerikaner, Briten, Franzosen und Russen aus. Immer wieder werden Sprengkörper im Boden gefunden. Bisher übernahm der Bund lediglich die Kosten für die Beseitigung sogenannter reichseigener Munition. Brandenburg hatte mehrfach gefordert, dass der Bund auch die Kosten für alliierte Kampfmittel vollständig übernehmen solle.

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