Döberitzer Heide:

Bundeswehr plant Schießanlage

Die Bundeswehr will ab 2021 auf dem Truppenübungsplatz Döberitzer Heide eine Schießanlage betreiben. Gegen die Pläne gibt es allerdings auch Widerstand in der Bevölkerung.

Das Areal dient bereits heute als militärisches Gelände.
Nestor Bachmann Das Areal dient bereits heute als militärisches Gelände.

2017 solle der Bau der Schießanlage beginnen, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr.

Geplant sind nach den Angaben fünf Lang- und sechs Kurzschießstände von 250 und 25 Metern. An den Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen (BLB) wurde bereits ein entsprechendes Planungsersuchen gestellt. Die immisions- und naturschutzrechtliche Umsetzbarkeit des Vorhabens werde geprüft, hieß es. Mit dem Ergebnis rechnet die Bundeswehr frühestens Mitte des Jahres.

Gegen die Anlage, an denen Soldaten das Schießen mit scharfer Munition trainieren, gibt es Widerstand. Zuletzt hatten Mitte Februar mehrere Dutzend Gegner gegen das Vorhaben protestiert.

Die Döberitzer Heide ist etwa 3600 Hektar groß. Nach dem Abzug der russischen Truppen nach der Wende wurde ein großer Teil der Heide zum Naturschutzgebiet erklärt. 2004 erwarb die Sielmann Stiftung einen Teil des Areals, auf dem heute Wisente und Przewalski-Wildpferde leben.

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