Nach dem Streik:

Busfahrer und Arbeitgeber vor Einigung auf Tarifvertrag

Zwei Wochen hatten die Arbeitsniederlegungen bei den Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs gedauert. Seit Montag fahren fast alle Busse wieder. Unterdessen sind sich Gewerkschaft und Arbeitgeber näher gekommen.

In Potsdam fuhren auch am Dienstag nicht alle Busse.
Ralf Hirschberger In Potsdam fuhren auch am Dienstag nicht alle Busse.

Nach dem vorläufigen Ende der Streiks von Bus- und Straßenbahnfahrern ist der Nahverkehr in Brandenburg am Dienstag wieder weitgehend störungsfrei gelaufen. Auch in der Landeshauptstadt Potsdam wurden am Dienstag bis auf wenige Buslinien wieder alle Verbindungen angeboten. „Es fehlen nur noch fünf Buslinien im äußeren Netz“, sagte ein Sprecher der Potsdamer Leitstelle. Nach dem zweiwöchigen Ausstand konnte der Betrieb in der Landeshauptstadt seit der Streikpause am Montag nur langsam wieder hochgefahren werden.

In der Uckermark waren die Linien der Uckermärkischen Verkehrsgesellschaft (UVG) schon am Montag alle wieder planmäßig gefahren.

Optimismus vor der neuen Gesprächsrunde

Am Abend wollten die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) zu neuen Tarifverhandlungen zusammenkommen. Die Arbeitgeber hatten die Streikpause zur Vorbedingung für die Verhandlungen gemacht. Beide Seiten zeigten sich optimistisch, dass es zu einer Einigung kommen könnte. „Ich gehe davon aus, dass wir am Mittwochmorgen zu einer Einigung kommen und keine Schlichtung brauchen“, sagte KAV-Verhandlungsführer Klaus Klapproth. Auch Verdi-Verhandlungsführer Marco Pavlik sagte, die Arbeitgeber hätten sich „massiv bewegt“.

Hauptknackpunkt dürfte eine von Verdi geforderte Zusatzleistung nur für Gewerkschaftsmitglieder sein. Dies lehnen die Arbeitgeber allerdings kategorisch ab.