Ab Montag:

Bußgelder gegen Rauchen auf Bahnhöfen

Die S-Bahn in Berlin und Brandenburg will den Zigarettengenuss beim Warten auf den Zug künftig ahnden.

Verboten ist das Rauchen auf S-Bahnhöfen schon lange.
JOHANNES EISELE Verboten ist das Rauchen auf S-Bahnhöfen schon lange.

Wer auf S-Bahnhöfen in Berlin und Brandenburg raucht, muss künftig mit einem Bußgeld in Höhe von 15 Euro rechnen. Von kommendem Montag an werde das geltende Rauchverbot konsequent durchgesetzt, teilte die S-Bahn Berlin GmbH am Dienstag mit. Das Bußgeld könne im Falle des Rauchens auf Bahnhöfen gleich bar bei den Sicherheitskräften der Bahn bezahlt oder überwiesen werden.

Immer mehr Kunden beschwerten sich über das Rauchen in Bahnhöfen, hieß es zur Begründung. Was sich in Zügen eingespielt habe, solle auch auf Bahnhöfen selbstverständlich werden. „Freundliche Aufforderungen scheinen nichts zu bringen“, sagte S-Bahn-Sicherheitsmanager Jörk Pruss. Das Rauchverbot gilt auch für elektronische Zigaretten. Ausgenommen von dem Verbot sind nur speziell gekennzeichnete Raucherbereiche.

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), die die Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen in der Hauptstadt betreiben, gibt es das 15-Euro-Bußgeld schon seit 2003. Dort wird das Bußgeld allerdings nur beim Rauchen auf U-Bahnhöfen verhängt.