Nun auch in Potsdam und Umland:

Busstreik in fast ganz Brandenburg

Arbeitgeber lehnen Sonderstatus für Gewerkschaftsmitglieder unter den Mitarbeitern ab. Zurzeit ist kein neues Angebot in Sicht.

Die Gewerkschaft Verdi dehnt die Aktionen noch aus.
Christian Charisius Die Gewerkschaft Verdi dehnt die Aktionen noch aus.

Der Streik im Brandenburger Nahverkehr weitet sich auf das ganze Land aus. Für Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi auch die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe in Potsdam und Brandenburg/Havel sowie in den Kreisen Potsdam-Mittelmark, Havelland und Teltow-Fläming zur Arbeitsniederlegung aufgerufen. Damit würden dann alle flächentarifgebundenen kommunalen Nahverkehrsbetriebe bestreikt, teilte der Sprecher der Gewerkschaft Verdi, Andreas Splanemann, mit. Keinen Streik gibt es in den Landkreisen Oberhavel, Elbe-Elster, Prignitz und Oberspreewald-Lausitz, weil dort Haustarifverträge gelten.

„Jetzt müssen die Arbeitgeber endlich zur Vernunft kommen“, forderte Splanemann. Diese winkten allerdings ab und erklärten, erst wieder ein Angebot unterbreiten zu wollen, wenn die Forderung nach einem Sonderbonus für Gewerkschafter vom Tisch ist. „Für uns gilt der alte Gewerkschaftsgrundsatz: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“, sagte Verhandlungsführer Klaus Klapproth.

Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von 120 Euro brutto im Monat. Die Arbeitgeber haben 45 Euro und weitere 45 Euro ab Mitte 2016 angeboten. Zudem will Verdi für Gewerkschaftsmitglieder einmalig 150 Euro zusätzlich oder zwei weitere Urlaubstage herausholen.

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