Nahverkehr ruht fast überall:

Busstreiks auch im Süden

Im Tarifstreit zwischen den kommunalen Verkehrsbetrieben und ihren Mitarbeitern ist keine Entspannung in Sicht.

Die Busse bleiben vielerorts in den Depots.
Ralf Hirschberger Die Busse bleiben vielerorts in den Depots.

Bus- und Straßenbahnfahrer in Brandenburg erhöhen im Tarifstreit den Druck auf die Arbeitgeber: Der seit einer Woche dauernde Streik soll ab Montag auf Südbrandenburg ausgeweitet werden. Bislang waren der Westen, Osten und Norden betroffen. Bislang liegt noch kein neues Angebot der Arbeitgeber vor, sagte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Marco Pavlik. Deshalb werden ab Montag auch Teile Südbrandenburgs bestreikt, darunter Cottbus und die Landkreise Spree-Neiße und Dahme-Spreewald.

Die Cottbusverkehr GmbH warnte, dass es zu Einschränkungen zu Wochenbeginn kommen könnte. Das Unternehmen hat einen Notfall-Fahrplan erarbeitet.

Bereits am Wochenende waren erneut der Westen, Norden und Osten des Landes betroffen. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich jeweils mehr als 700 Beschäftigte an dem Ausstand. Der Süden blieb bislang verschont. Busse in Werder (Potsdam-Mittelmark), die für die Bundesgartenschau und das Baumblütenfest eingesetzt wurden, hatten Verspätung. Streikende blockierten laut Verdi an einem Betriebshof die Tore.

Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 120 Euro monatlich brutto. Die Arbeitgeber boten zuletzt jeweils 45 Euro Plus in zwei Schritten und eine Einmalzahlung von 180 Euro an. Unvereinbar scheinen die Positionen bislang vor allem, weil Verdi ein zusätzliches Urlaubsgeld oder zusätzliche Urlaubstage nur für Gewerkschaftsmitglieder verlangt. Dies lehnt der Verband strikt ab.

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