500 000 Euro pro Monat:

Den BER schneller fertig zu bauen, kostet richtig viel Geld

Seit 2013 gibt es das Programm Sprint, damit der Hauptstadtflughafen endlich in Betrieb gehen kann. Was es bringt, weiß keiner, aber teuer ist es auf jeden Fall.

Die Mitarbeiter des Baubeschleunigungsprogramms „Sprint“ haben ein eigenes Büro im Flughafenterminal.
Patrick Pleul Die Mitarbeiter des Baubeschleunigungsprogramms „Sprint“ haben ein eigenes Büro im Flughafenterminal.

Das Beschleunigungsprogramm „Sprint“ für die Fertigstellung des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld kostet pro Monat etwa 500 000 Euro. Insgesamt seien in das im April 2013 aufgesetzte Programm circa zehn Millionen Euro geflossen, teilte jetzt der Chef der brandenburgischen Staatskanzlei, Rudolf Zeeb, auf eine parlamentarische Anfrage im Potsdamer Landtag mit. Er berief sich auf entsprechende Auskünfte der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH.

Nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen wegen schwerer Bau- und Planungsmängel hatte Flughafenchef Hartmut Mehdorn das „Sprint“-Programm vor knapp zwei Jahren gestartet, um die Arbeiten auf der Baustelle voranzubringen. Das Interesse war überregional groß. „Das Sprint-Programm war öffentlich in aller Munde, ohne dass konkret bekannt war oder wurde, was es konkret beinhaltete und welche Kosten es verursacht“, heißt es kritisch in der parlamentarischen Anfrage.

Bauherren-Funktion neu aufgebaut

Auf die Frage, welche konkreten Leistungen aus dem Programm finanziert worden seien, erklärte der Staatskanzlei-Chef: Die vordringlichsten Aufgaben seien im Jahr 2013 zunächst „die Konsolidierung des BER-Projekts und die Revitalisierung der BER-Baustelle“ gewesen. „Die neue Geschäftsführung musste die Bauherren-Funktion, die de facto nicht mehr vorhanden war, vollkommen neu aufbauen.“

Damals seien Aufgaben „lose auf verschiedenste Flughafenabteilungen, viele Ingenieur- und Planungsbüros sowie interne und externe Mitarbeiter“ verstreut gewesen. Im „Sprint“-Programm liefen seitdem die BER-Fäden zusammen – angefangen von der Sanierung des BER über das Genehmigungsmanagement und den Probebetrieb bis hin zur Flughafeneröffnung selbst, hieß es. Nach aktueller Planung soll der Hauptstadtflughafen im zweiten Halbjahr 2017 endlich in Betrieb gehen.

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