Mehr als 20 000 Festival-Besucher:

Deutsch-russisches Drama als bester Film ausgezeichnet

Die letzten Streifen sind über die Leinwand geflimmert, die Preise vergeben. Warum ein Spielfilm über eine Jugendliche im Rollstuhl den Hauptpreis erhielt.

Knapp eine Woche lang dient das Cottbuser Staatstheater jedes Jahr als Kino.
Patrick Pleul Knapp eine Woche lang dient das Cottbuser Staatstheater jedes Jahr als Kino.

Ein russisch-deutsches Drama ist als bester Film beim Osteuropa-Festival in Cottbus ausgezeichnet worden. Der Film „Corrections Class“ des russischen Regisseurs Ivan I. Tverdovsky gewann den mit 20 000 Euro dotierten Hauptpreis im Spielfilmwettbewerb. Am Sonntag ging die 24. Ausgabe des Filmfestivals Cottbus zu Ende. Die Besucherzahl lag auch diesmal – wie bereits im Jahr 2013 – bei über 20 000, wie die Veranstalter mitteilten. Sie sei in den vergangenen Jahren stetig gestiegen.

Die Jury lobte Tverdovskys Werk für die „unsentimentale und unprätentiöse Darstellung eines starken gesellschaftlichen Themas“ und eine „großartige Ensembleleistung“. In der russisch-deutschen Koproduktion von 2014 geht es um eine Jugendliche im Rollstuhl, die an einer russischen Schule in eine Klasse für schwer erziehbare Kinder gesteckt wird.

Der Preis der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten ging zu gleichen Teilen an Regisseur und Produzenten. Daneben wurden am Sonnabend zahlreiche weitere Preise verliehen, darunter mehrere in den Wettbewerbskategorien Spielfilm, Kurzfilm und
auch Jugendfilm.

Mehr als 160 Filme aus Dutzenden Ländern wurden von Dienstag bis Sonntag in verschiedenen Spielstätten gezeigt. Der Ukraine war bei der 24. Auflage eine eigene Filmreihe gewidmet.

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