Deutscher Mühlentag:

Die ältesten Kraftmaschinen der Menschen

"Glück auf" heißt es am Pfingstmontag beim Deutschen Mühlentag. Mehr als 1800 Mühlen öffnen an diesem Tag ihre Türen und laden zu Besichtigungen und Festen ein.

Der Boitzenburger Klostermüller Martin Joost kennt sich nicht nur mit altem Müllerhandwerk aus, sondern ist auch musikalisch. Am Pfingstmontag zum Mühlentag gewährt er Besuchern in seinem uckermärkischen Refugium einen Blick in das einstige Wohnzimmer seiner Vorgänger.
Ines Markgraf Der Boitzenburger Klostermüller Martin Joost kennt sich nicht nur mit altem Müllerhandwerk aus, sondern ist auch musikalisch. Am Pfingstmontag zum Mühlentag gewährt er Besuchern in seinem uckermärkischen Refugium einen Blick in das einstige Wohnzimmer seiner Vorgänger.

Auf Pfingstmontag freuen sich schon die Mühlenfans, denn an diesem Tag findet seit nunmehr 23 Jahren der „Deutsche Mühlentag“ statt. Was einst mit 460 offenen Mühlen begann, hat sich mittlerweile auf mehr als 1800 Mühlen entwickelt. Die Auftaktveranstaltung wird in diesem Jahr vom Sächsischen Mühlenverein e.V. ausgerichtet und findet an der Eisenmühle in Elstertrebnitz statt. Zum Tag der offenen Türen werden den Besuchern an vielen Orten nicht nur die Bedeutung, Geschichte und Funktion der ältesten Kraftmaschine der Menschheit präsentiert, sondern auch ein Kulturprogramm oder – wie im uckermärkischen Boitzenburg – ein ganzes Fest.

Zweck des Deutschen Mühlentages ist, die Aufmerksamkeit und das Interesse der Öffentlichkeit auf diese technischen Denkmäler zu richten, deren Geschichte über 2000 Jahre zurückreicht. Mühlen gelten als die ältesten Maschinen der Menschheit. Über 160 Anwendungsbereiche konnten für Mühlen bis heute nachgewiesen werden. Neben der Verarbeitung von Getreide dienten Mühlen unter anderem dem Sägen von Holz, dem Pressen von Öl, dem Stampfen von Flachs (Bokemühle), dem Schöpfen beziehungsweise Pumpen von Wasser, als Antrieb für Schmiedehämmer, zum Schleifen, zur Papierherstellung... Kurzum: Nahezu jede Maschine zur Ver- oder Bearbeitung von (Roh-)Stoffen nutzte ursprünglich als Energiequelle die Naturkräfte Wasser oder Wind.

Mühlen sind die umweltfreundlichen Vorläufer unserer gesamten Technisierung. Bekanntlich ranken sich um Mühlen viele heitere und ernste Geschichten sowie Märchen, Gedichte und Erzählungen vom Mahlen und von der Bedeutung von Wind und Wasser. Jede Mühle hat ihre besondere Geschichte. Nie geht es dabei allein um Technikgeschichte, sondern stets auch um kultur- und sozialgeschichtliche Belange. Das macht auch heute noch die Faszination der historischen Müllerei aus. Davon können sich die Besucher am Pfingstmontag überzeugen.

www.muehlen-dgm-ev.de

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