Klage über Investitionsrückstau:

Die Kliniken schlagen Alarm

Krankenhäuser brauchen viel Geld, um eine gute medizinische Versorgung zu bieten. Stellt das Land genug Mittel dafür bereit?

Vor allem moderne Operationssäle erfordern besonders hohe Investitionen.
Arno Burgi Vor allem moderne Operationssäle erfordern besonders hohe Investitionen.

Brandenburgs Krankenhäuser klagen über zu wenig Geld. Die rot-rote Landesregierung gehe dringliche Probleme nur halbherzig an, kritisierte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, Jens-Uwe Schreck. Dies gelte vor allem für die Finanzierung von Investitionen und die Personalknappheit in den Klinken.

Eine von einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern erarbeitete Reform der Krankenhausfinanzierung diene vor allem der Schließung einzelner Krankenhäuser und Abteilungen. Zur Brandenburgischen Landeskrankenhausgesellschaft gehören insgesamt 53 private, kommunale und kirchliche Krankenhäuser mit rund 16 000 Betten. Die Organisation sieht sich nach eigenen Angaben als „Interessenvertretung der Krankenhausträger im Land Brandenburg.“

Unterstützung erhielten die Krankenhäuser vom CDU-Gesundheitspolitiker Raik Nowka. „Die Einrichtungen werden seit Jahren seitens des Landes nur ungenügend bezuschusst“, so Nowka. „Das Versprechen, alle Krankenhausstandorte zu erhalten, ist für die Brandenburger jedoch wertlos, wenn es mit dem Rückgang der Finanzierung für die einzelnen Krankenhäuser verbunden ist.“

Die Sprecherin des Potsdamer Gesundheitsministeriums, Marina Ringel, wies die Vorwürfe dagegen zurück. Brandenburg habe in den vergangenen 20 Jahren über vier Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln in die Modernisierung der Krankenhäuser gesteckt. Zudem erhielten die Kliniken laut Koalitionsvertrag in den nächsten fünf Jahren mindestens 400 Millionen Euro für ihre Investitionen, betonte die Sprecherin.

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