Brandenburg weniger stark als andere Länder betroffen:

Die meisten „Blüten“ tauchen an der Supermarktkasse auf

Auch Geldfälscher rüsten auf. Ein falscher Schein ist oft nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen.

Vor allem bei 20-Euro-Banknoten heißt es: Vorsicht vor Fälschungen.
Frank Leonhardt Vor allem bei 20-Euro-Banknoten heißt es: Vorsicht vor Fälschungen.

In Brandenburg sind 2013 weniger falsche Geldscheine aufgetaucht als im Jahr zuvor. Von Januar bis September 2013 seien etwa 420 gefälschte Banknoten entdeckt worden, sagte ein Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums. 2012 wurden laut Statistik mit rund 1300 Fällen die bislang meisten „Blüten“ registriert. Sie hatten einen Wert von rund 58 000 Euro. 2011 waren es rund 830 Scheine.

Knapp zwei Drittel der Fälschungen sind den Angaben zufolge 20-Euro-Scheine, danach folgen Banknoten mit einem Wert von 100 Euro (19 Prozent) und dann die 50-er-Scheine (14 Prozent). Diese seien die gebräuchlichsten, sagte der Sprecher. Brandenburg sei im bundesweiten Vergleich nicht besonders betroffen: Nur zwei bis drei Prozent der Fälle werden hier aufgedeckt.

Die Täter nutzten für die Herstellung vor allem PC- und Kopiertechnik. Meistens fertigten sie einfache Farbkopien in niedrigen Stückzahlen. Hochwertige Fälschungen würden hingegen von Privatpersonen kaum erkannt. Auf die Sicherheitsmerkmale werde zu wenig geachtet. Oft fehle das Wissen, wie ein echter oder wie ein falscher Schein aussehe, sagte der Sprecher.

Die Polizei stellte die mutmaßlichen Fälscher in der Regel auf „frischer Tat“: wenn sie einkaufen wollten. In 70 Prozent der Fälle wurde das Geld in Supermarktketten eingesetzt. Knapp 160 Verdächtige konnten ermittelt werden. Gegen 26 von ihnen wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Geldfälschung eingeleitet. 13 dieser Verdächtigen stammten aus dem Ausland – aus Bulgarien, Litauen, Ukraine, Rumänien oder Polen.