Immer mehr Landkreise betroffen:

Die Waldbrandgefahr steigt

Die märkischen Wälder werden zwar von mehr als hundert Kameras überwacht, dennoch steigt dieser Tage die Feuergefahr stark an.

Bei der Brandprävention ist jeder Waldbesucher gefragt.
Patrick Pleul Bei der Brandprävention ist jeder Waldbesucher gefragt.

Mit der Hitzewelle steigt auch die Waldbrandgefahr im Land Brandenburg. „Die Hitzewelle kommt von Westen her in Richtung Osten und so werden wir bereits morgen in der Prignitz und im Landkreis Potsdam-Mittelmark die höchste Warnstufe 5 haben“, sagte der Waldbrandschutz-Beauftragte des Landes, Raimund Engel am Mittwoch. Nach der Prognose werde am Freitag bereits in der Hälfte der 14 Landkreise die höchste Warnstufe erreicht. Für das Wochenende hat der Deutsche Wetterdienst Höchsttemperaturen bis zu 37 Grad vorhergesagt. Auch für die Uckermark werden vor allem fürs Wochenende extrem hohe Temperaturen vorausgesagt.

Ab der Warnstufe 4 sei Grillen im Abstand von weniger als 50 Metern zu Waldgebieten verboten, betonte Engel. Das Rauchen im Wald ist ganzjährig untersagt. „Unsere Forstleute werden auch streng darauf achten, dass die Zufahrtswege für die Feuerwehr in die Wälder nicht zugeparkt werden“, sagte Engel. Besonders an Badeseen sei das häufig ein Problem. „Da muss man halt mal ein paar Meter weiter laufen, statt das Auto zwischen den Bäumen abzustellen“, so Engel.

Ein Drittel der Brandenburger Landesfläche, also rund 1,1 Millionen Hektar, sind Waldgebiete. Die Wälder werden mit mehr als hundert Kameras überwacht, die jegliche Rauchentwicklung registrieren. In diesem Jahr hatte es bereits mehr als 150 Brände gegeben, dabei verbrannten mehr als hundert Hektar Waldflächen.

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