Im Schlaf beraubt:

Diebesmasche aus Mittelmeerraum trifft nun auch Camper in Brandenburg

Die Diebe kommen in der Nacht. Vermeintlich sorglos schlafen die Camper im Wohnwagen – wahrscheinlich betäubt durch zuvor eingeleitetes Gas. Dieser Tathergang ist ein neues Phänomen in Brandenburg.

Mit einer eher aus dem Mittelmeerraum bekannten Masche haben sich Kriminelle in diesem Sommer auch in Brandenburg bemerkbar gemacht.
Christian Pörschmann Mit einer eher aus dem Mittelmeerraum bekannten Masche haben sich Kriminelle in diesem Sommer auch in Brandenburg bemerkbar gemacht.

Mit einer eher aus dem Mittelmeerraum bekannten Masche haben sich Kriminelle in diesem Sommer auch in Brandenburg bemerkbar gemacht. Im Schutze der Dunkelheit wurden die Täter aktiv, brachen in Wohnwagen ein und bestahlen die Camper. Vermutlich leiteten sie zuvor spezielle Betäubungsgase über nur angeklappte Fenster oder Ritzen in die Wohnwagen - so zumindest der Verdacht der Polizei. Die Schlafenden wurden dadurch regelrecht betäubt und bemerkten offenbar nichts vom Geschehen um sie herum. „Die Diebe brechen dann ein und nehmen alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist“, sagt Ulrike Glanz von der Pressestelle der Polizeidirektion Nord.

Entlang der Bundesautobahn Oranienburg - Hamburg (A 24) sowie rund um den Berliner Ring auf der A 10 gab es in diesem Jahr einige Fälle. Allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Nord wurden seit Ende Juni etwa ein Dutzend Diebstahls- und Raubdelikte aus Wohnwagen angezeigt. Handys, Laptops und Bargeld wurden nach Angaben von Glanz entwendet. Dann verschwanden die Täter in unbekannte Richtung.

Mit gezielten Fahndungen konnten Anfang Juli drei Tatverdächtige gestellt werden. Sie wurden bemerkt, als sie mit einem Auto über den Autohof Fretzdorf (Ostprignitz-Ruppin) fuhren und mehrere parkende Wohnwagen und Wohnmobile ins Visier nahmen. Zivile Polizisten bemerkten, wie sich die Männer an drei Wohnwagen zu schaffen machten.

Die Polizeisprecherin betonte zwar, dass nicht alle Camper und Zeltplatznutzer generell in Gefahr seien. Sie empfahl allerdings, bezahlte Campingplätze zu nutzen. Wilde Stellplätze an Straßen oder Autobahnen seien nicht sicher. Experten raten auch zur vorsorglichen Installation von Gaswarnanlagen.

 

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