Verkehr lahmgelegt:

Drei Bomben in Potsdam entschärft

Allein seit Jahresanfang mussten schon sechs Sprengkörper in der Landeshauptstadt unschädlich gemacht werden. Ein Ende der Funde ist nicht in Sicht.

Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei die Bundesstraße 2.
Ralf Hirschberger Aus Sicherheitsgründen sperrte die Polizei die Bundesstraße 2.

In Potsdam sind drei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. Anschließend wurden die Zünder des 500 Kilogramm schweren Sprengkörpers englischer Bauart sowie der beiden 250 Kilogramm schweren Bomben US-amerikanischer Herkunft am Fundort gesprengt, wie ein Stadtsprecher am Donnerstag mitteilte. Mehr als zwei Stunden kam es wegen der Arbeiten zu Verkehrsumleitungen und Zugausfällen.

Da sich die Blindgänger in einem Waldstück befanden, waren jedoch keine Wohnungen in dem Sperrkreis von 900 Metern betroffen. Niemand musste seine Wohnung verlassen. Mehr als 140 Mitarbeiter von Polizei und Stadtverwaltung kümmerten sich um die Sicherung des Sperrkreises. Die Bomben waren diese Woche bei Räumarbeiten entdeckt worden. Sie lagen nur 40 bis 80 Zentimeter unter der Erde. Es war bereits der vierte Fund in diesem Jahr. Seit 1990 sind damit nach Angaben der Stadt insgesamt 165 Blindgänger gefunden worden.

Brandenburg zählt auch 70 Jahre nach Kriegsende noch immer zu den Bundesländern mit dem höchsten Anteil an munitionsbelasteten Flächen. In der Landeshauptstadt Potsdam sorgten zuletzt Funde am Hauptbahnhof für viel Aufsehen. Während der Entschärfung von Bildgängern auf diesem Areal mussten im Dezember und Januar jeweils rund 10 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Betroffen waren auch die Landesregierung und der Landtag. Zudem war der Zugverkehr von und zum Potsdamer Hauptbahnhof unterbrochen.

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